Texte
Gut, dass der Hafen jeden Tag in Betrieb ist,
dass jeden Tag jemand kommt,
und die Stadt im südlichen Flair
kassiert von den Fremden eine feste Gebühr.
Die weltläufigen Sarazenen
meiden Zoll und Druckerei
suchen Liebe wie Impfungen
in kalten Häusern aus gelbem Stein.
Die Chassiden tragen Dämmer in den Kleidern.
Die Lettern der Tora sind alles außer gewöhnlich.
Weiße Segel, Mädchenkleider,
füllen den Hafen mit Liebesgefühl.
Als hätte er sie gekränkt,
sprechen die Chassiden über alles außer Gott.
Sommers ist eine solche Unruhe,
dass man besser bis zum Morgen zusammenbleibt.
Sommers schauen selbst die Zimmerpflanzen
dem Zukünftigen getrost entgegen.
Wie streitsüchtige Familien lassen sich die schwarzen Stare
verzweifelt auf den Kirschbäumen nieder.
Fest gefügte Sonnengerüste.
Friedlich laufen die unsichtbaren Pressen.
Gut, dass es die internationalen Schalter gibt,
Gut, dass es die Linienflüge gibt.
Die Zollbeamten tun ihre Arbeit,
während die Familie zu Hause sitzt.
Ich zähle die Reste der Flotte.
Langsam komme ich zur Mitte.
Aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe
© Serhiy Zhadan